Initialrunnenburg

 

Das Kloster Brunnenburg wurde in den ersten Jahren des 13. Jahrhunderts erbaut und erstmals in TestamentBrunnenburg des Erzbischofs Johannes´ I von Trier erwähnt. Da das Archiv des Klosters verloren gegangen ist, sind nur noch wenige Urkunden erhalten. Sicher ist, dass es sich um ein Nonnenkloster gehandelt hat. Belegt scheint auch, dass es sich, trotz der engen Verbundenheit und guter Nachbarschaft zum Prämonstratenser-Kloster Arnstein, um ein Benediktinerinnen-Kloster gehandelt hat.

 

Die Gründung geht auf die Grafentochter Gisela von Katzenelnbogen, einer Nichte des Gründers von Kloster Arnstein Ludwig III zurück, welche auch selbst in das Kloster eingetreten ist. Patron des Klosters war der heilige Alexander.  Die Abtei wurde, nach dem Aussterben der Grafen von Grafik BrunnenburgKatzenelnbogen und als damit das Erbe nach Hessen überging, im Jahre 1542 nach über 300 jährigem Bestehen von Landgraf Phillip aufgelöst. Damals war es üblich, dass die Nonnen mit Geld abgefunden wurden, teilweise konnten Sie jedoch auch bis zu ihrem Tod im Kloster bleiben. Nachdem das Kloster verlassen wurde, waren die Gebäude sicher sehr schnell verfallen, teilweise gibt es sogar Belege, dass Gebäudeteile als Baumaterial verwendet wurden. Die Güter und Einkünfte des Klosters gingen auf das Kloster Gronau bei Zorn über. Im Gronauer Salbuch heißt es über Kloster Brunnenburg bereits 1584: „... ist nunmehr zerstört und liegt wüst“.   

 

Ein sehr ausführlicher Untersuchungs- und Grabungsbericht über die von Günter und Ingrid Maag in den Jahren 1974 - 1978 durchgeführten Ausgrabungen ist in den “Nassauischen Annalen” erschienen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Günter und Ingrid Maag, Die Gebäude des Klausurbezirkes des ehemaligen Klosters Brunnenburg a. d. Lahn Teil 1-4+Schluß, Sonderdruck aus: Nassauische Annalen

 

Teil 1   87. Band 1976 

Teil 2   90. Band 1979

Teil 3   92. Band 1981

Teil 4   94. Band 1983

Schluß 95. Band 1984

 

 

 

Klaus-Peter Gerheim

 

 

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